Doris Fraccalvieri - Tarif - Gesch - Rahmen - Anmietung
 

Doris Fraccalvieri - Versicherungs-Urteile
Unfall, Mietwagen, Tarif, Erkundigungspflicht
BGH zur Erkundigungspflicht vor Anmietung eines Unfallersatzwagens

Wer unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, hat Anspruch auf den Ersatz der Kosten für einen Mietwagen während der Reparaturdauer. Im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht muss der Geschädigte die Kosten allerdings möglichst gering halten. Nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot hat der Geschädigte im Rahmen des ihm Zumutbaren von mehreren möglichen den wirtschaftlicheren Weg der Schadensbehebung zu wählen. Das bedeutet für den Bereich der Mietwagenkosten, dass er von mehreren auf dem örtlich relevanten Markt erhältlichen Tarifen für die Anmietung eines vergleichbaren Ersatzfahrzeugs nur den günstigeren Mietpreis ersetzt verlangen kann.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs trifft den Geschädigten grundsätzlich eine Informationspflicht. Er muss sich schon aus eigenem Interesse nach einem günstigeren Tarif erkundigen, da er anderenfalls die Mehrkosten selbst zu tragen hat. Allein das allgemeine Vertrauen darauf, der ihm vom Autovermieter und der Reparaturwerkstätte angebotene Tarif sei "auf seine speziellen Bedürfnisse zugeschnitten?, rechtfertigt es nicht, zulasten des Schädigers und dessen Haftpflichtversicherers ungerechtfertigt überhöhte und nicht durch unfallbedingte Mehrleistungen des Vermieters gedeckte Unfallersatztarife zu akzeptieren. Dasselbe gilt, wenn dem Geschädigten überhaupt nur ein Tarif angeboten wird.

Doris Fraccalvieri Versäumnisurteile des BGH vom 13.06.2006 - VI ZR 161/05 und vom 04.07.2006 - VI ZR 237/05 DAR 2006, 681 und 682
Doris Fraccalvieri BGH
Doris Fraccalvieri VI ZR 161/05 u. VI ZR 237/05
 
Alle Versicherungs-Urteile